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Archiv für die Kategorie 'Afrika und Mosambik'

externer Artikel: “Teatro Avenida” in Maputo

12. January 2007 von Sebastian Schlüterbusch Closed

Ein sehr schöner Artikel vom Rheinischen Merkur, geschrieben von Charlotte Schmitz, über das Theater „Teatro Avenida“ in Maputo, welches bereits über 30 Jahre existiert. Somit überlebte es Flutkatastrophen und Bürgerkrieg. Der Artikel beschreibt sehr schön die Umstände und Probleme.
Henning Mankell, der die Hälfte des Jahres in Mosambik lebt, ist übrigens einer der Unterstützer dieses Theater-Projektes, welches jedoch auf rein mosambikanischen Ideen und Initiativen gründet.

Ich selber war leider nicht zu einer Vorstellung dort, werde es aber bestimmt beim nächsten Besuch nachholen! ;-)

Hier der Link.

Meine Reise nach Moçambique 2006

11. December 2006 von Sebastian Schlüterbusch 1 Comment | Kommentar zeigen »

In diesem Jahr unternahm ich von Juli bis September eine Mosambik-Reise. Dabei vermischte sich der "Urlaub" mit vielen nicht nur positiven Eindrücken.
Einerseits boten sich mir atemberaubende Naturszenarien, sowohl landschaftlich als auch im Tierreich. Außerdem hatte ich viele Einblicke in die mosambikanisch / afrikanische Kultur, die nicht nur eindeutig als positiv zu bezeichnen waren.

Zum Beispiel hat ein Kinderprojekt in Maputo, dass von einer anderen Volontärin über ein Jahr mitbetreut wurde, bleibende Eindrücke hinterlassen. Die Kinder waren lebensfroh und fröhlich und erst auf den zweiten Blick vielen mir die offensichtlichen Krankheitsbilder von beispielsweise AIDS, Kinderlähmung, … auf. Außerdem lebten sie in dreckigen Baracken und hatten kaum Kleider am Leib.
Ich sah am gleichen Tag noch ein anderes Kinderprojekt in Maputo, in dem ebenfalls Mit-Volontäre von Nadin tätig waren. Dort herschten ganz andere Verhältnisse: Hier gingen die Kinder zur Schule, hatten Gottesdienste, Schuluniformen und mussten sich dreimal am Tag waschen!
Der Gedanke dabei war (vor allem nach dem anderen Projekt): Etwas zuviel des Guten!

Ich erlebte ansonsten die Mosambikaner als freundliche Menschen. Mir gefiel sehr die portugiesische Sprache und die unverkrampfte Lebenweise. Auch fühlte ich mich recht sicher. Nur die Hinweise der anderen, dass es nach Einbruch der Dunkelheit etwas gefährlich wäre, ließen mich vorsichtig sein.
Ein Erlebnis ist auf jedenfall die Fortbewegung in den Kleinbussen (Chappas), die einem nach ein paar Wochen als völlig normal vorkommen, selbst wenn der Kleinbus mit 25 Menschen vollgestopft ist und man ein kleines niedliches afrikanisches Kind auf den Schoß gesetzt bekommt.
Man muss sich halt wirklich daran gewöhnen, dass die Dinge oft etwas länger brauchen, weil immer etwas dazwischen kommt.

Besonderen Dank verdient die Gastfamilie einer Freundin, die mich sehr lieb aufgenommen hat. An dieser Stelle möchte ich (auch wenn sie dies hier nie lesen werden - zum einen, weil sie nicht wirklich oft ins Internet gehen und zum anderen, weil sie kein deutsch können) Nina, Lida, Chosvej ;-) , Flavio und Junior für ihre freundliche Gastlichkeit danken. Vor allem Chosvej, mit dem ich in einem Zimmer geschlafen habe und so einige Male noch politische oder gesellschaftliche Diskussionen vor dem Einschlafen führte.

Aber genug, oder wie man in Mozambique sagt: "mas prontos!"